Bund Deutscher
Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. – BDS –
Bezirksvereinigung Osnabrück

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Presseberichte

Hier werden alle die das Schiedsamt betreffenden Presseberichte eingestellt. Wenn sie interessante Berichte lesen, dann bitten wir sie diese an den Vorstand der Bezirksvereinigung z.B.: mit e-mail zu übermitteln. Wir werden dann diesen Bericht auf unserer Seite veröffentlichen.

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Lingener Tagespost 24.2.2011:

Schiedsmann Rainer Bartsch als Mediator zertifiziert

                   Hilfe bei der Suche nach Lösungen

Rainer Bartsch, als Schiedsmann in Lingen bereits seit 12 jahren erfolgreich tätig, hat jetzt eine Fortbildung zum Mediator abgeschlossen.

"Bartsch ist die erste Schiedsperson im Landgerichtsbezirk Osnabrück, die diese Zertifizierung erhält" erklärte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Schiedsmänner - Bezirksvereinigung Osnabrück, Clemens Dust, bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde.

Bartsch selbst bezeichnete die in vier Lehrgängen erworbene Qualifikation als "angenehme Pflicht der fachlichen Weiterbildung". Während er als Schiedsmann den Parteien oft seine Lösungsvorschläge unterbreitet habe, rücke jetzt die Mediation stärker in den Mittelpunkt der Tätigkeit. "Mediation bedeutet, keine Lösungsvorschläge zu machen, sondern den Parteien nach der Suche nach eigenen Lösungen zu helfen", erläuterte Bartsch den Unterschied im methodischen Vorgehen.

Dr. Michael Schwickert, Direktor des Amtsgerichts Lingen, nannte es bemerkenswert, daß der 70-jährige Schiedsmann die Qualifikation in seiner Freizeit erworben habe. Bartsch opfert seine Freizeit gerne für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsmann. "Es ist wohltuend, wenn zwei Personen geeinigt den Raum verlassen". Dies sei nach zwei Dritteln der von ihm durchgeführten Schlichtungen so. Bei 80 bis 90 Prozent seiner Fälle handele es sich um Nachbarschaftsstreitigkeiten. "Das gegenseitige Sichaussprechen kommt in der heutigen Gesellschaft viel zu kurz" hat Bartsch festgestellt. Oft wären die Menschen überrascht, daß man mit seinem Gegenüber doch vernünftig reden könne. "Die Menschen kommen oft auf Empfehlung der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder der Stadt zu mir" berichtete Bartsch. Dabei könnten die Leute bei ihm offen reden. "Ich unterliege der Verschwiegenheitspflicht", erklärte der Schiedsmann. Dies gelte auch gegenüber dem Gericht. "Wenn eine Schlichtung erfolglos war und der Streit vor Gericht ausgetragen wird, erfahren wir vom Inhalt des Schiedsverfahrens nichts", bestätigte Schwickert.